
–Kristin Sasse übernimmt die Verantwortung im NoRa Pflegewohnhaus – das familiäre Konzept bleibt erhalten–
Als Kristin Sasse im Jahr 2006 ihre Ausbildung zur Pflegehelferin begann, ahnte sie wohl kaum, dass sie eines Tages die Leitung des NoRa Pflegewohnhauses in Wesselburen übernehmen würde. Zum 1. November 2026 ist es nun soweit: Die 36-jährige Norddeicherin tritt die Nachfolge von Andres Bernhardt an, der nach fast fünf Jahrzehnten im Pflegebereich in den Ruhestand wechselt. Bianca Hars bleibt weiterhin Teil der Geschäftsführung.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige bedeutet der Wechsel vor allem eines: Kontinuität. Denn Kristin Sasse ist im Haus längst keine Unbekannte. Bereits seit 2013 war sie bei NoRa Ambulant tätig. Im Oktober 2021 wechselte sie als Stellvertreterin von Andres Bernhardt in das Pflegewohnhaus Wesselburen. In den vergangenen Jahren hat sie sich gezielt auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereitet und die Weiterbildungen zur Pflegedienstleitung sowie zur Einrichtungsleitung erfolgreich abgeschlossen. Seit 2024 ist sie zudem als Praxisanleiterin tätig.
Der Weg in die Pflege begann für die gebürtige Norddeicherin jedoch schon deutlich früher. Während ihrer Schulzeit kümmerte sie sich intensiv um ihre Großmutter und entdeckte dabei ihre Leidenschaft für die Arbeit mit Menschen. Nach der Ausbildung zur Pflegehelferin absolvierte sie die Ausbildung zur Pflegefachkraft und sammelte zahlreiche Erfahrungen in unterschiedlichen Einrichtungen. Besonders prägend waren für sie Praktika auf der Palliativstation des Westküstenklinikums sowie im Martje-Flohrs-Haus in Garding und im Paul-Gerhardt-Haus in Tönning.
Trotz dieser Erfahrungen in größeren Einrichtungen schätzt sie besonders die Atmosphäre in Wesselburen. „Das NoRa Pflegewohnhaus ist klein, persönlich und familiär. Genau das macht den Unterschied“, beschreibt sie die besondere Stärke des Hauses. Die kurzen Wege, die enge Zusammenarbeit und die persönliche Beziehung zu Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden seien Werte, die sie unbedingt bewahren möchte.
Großen Anteil an ihrer Entwicklung hatte Andres Bernhardt. Seit Jahren arbeiten beide eng zusammen. Schritt für Schritt wurde sie in organisatorische und leitende Aufgaben eingebunden. Dazu gehörte auch die Einführung moderner Dokumentations- und Prozessstrukturen, die heute einen wichtigen Bestandteil des Qualitätsmanagements bilden. Die digitale Erfassung von Pflegeprozessen und Bewohnerinformationen sowie die Vorbereitung auf Prüfungen und Qualitätskontrollen gehören inzwischen selbstverständlich zu ihrem Arbeitsalltag.
Für die Zukunft plant Kristin Sasse keine grundlegenden Veränderungen. Vielmehr möchte sie die Philosophie fortführen, die das Haus seit seiner Gründung prägt. Dabei fühlt sie sich besonders den Gründern Bernd Nommensen und Birgit Rambach verpflichtet, deren Konzept bis heute die Grundlage der Einrichtung bildet.
Wer die neue Leiterin kennenlernt, begegnet einer bodenständigen Frau mit klaren Vorstellungen und viel Herzblut für ihren Beruf. Privat verbringt sie ihre Freizeit gerne im Garten und genießt die Zeit mit ihrer Familie und ihrem Partner. In der Pflege ist sie vielen als „die Bunte“ bekannt – nicht zuletzt wegen ihrer roten Haare und ihrer Tattoos. Hinter der auffälligen Erscheinung steckt jedoch vor allem eines: eine engagierte Fachkraft, die ihren Beruf mit Überzeugung ausübt.
Interessierte, die sich über einen Platz im NoRa Pflegewohnhaus informieren möchten, finden auf der Internetseite des Hauses entsprechende Unterlagen und ein Formular zur Aufnahme auf die Warteliste.
Mit Kristin Sasse übernimmt damit eine Führungskraft die Verantwortung, die das Haus, seine Bewohner und die Philosophie von Grund auf kennt – beste Voraussetzungen dafür, dass das familiäre Miteinander im NoRa Pflegewohnhaus auch in Zukunft erhalten bleibt.
Text & Bild: Hartmut Schmidt