
Tätige Hände und neue Gesichter sucht das Rote Kreuz in Wesselburen. „Jetzt ist die Gelegenheit“, sagt Gerhard Fenske, einst Bürgermeister der Hebbelstadt und Vorsitzender des DRK-Ortsvereins. Die meisten Vorstandsmitglieder möchten aus Altersgründen aufhören.
Anne Arps hat bislang die beliebten Seniorenangebote organisiert. „Das geht aber so nicht weiter“, sagt sie – „ich bin immerhin schon 87!“ Stellvertreter von Gerhard Fenske ist bisher Wolf Kurtz, Schatzmeisterin Elsbeth Wehde. Schriftführer Bernhard Bankonien hat kürzlich aus gesundheitlichen Gründen sein Amt abgegeben.
Für Frauen oder Männer, die Lust auf ein Ehrenamt haben, sind die Bedingungen günstig. Das DRK genießt in Wesselburen weiterhin einen guten Ruf. Im Hebbelhaus der Stadt können aus altem Recht kostenfrei Räume genutzt werden. Dort treffen sich Senioren regelmäßig zum Spielen oder bei Kaffee, Kuchen und Klönschnack. „Manche Besucher wollen aufhören“, weiß Anne Arps. Andere freuen sich, wenn es auch künftig Begegnung und Zerstreuung beim Roten Kreuz gibt.
Eine, die sehr hofft, dass es weitergeht, ist Barbara Kurtz. Sie leitet den Tanzkreis und die Seniorengymnastik. Wer sich bewegen kann und will, kommt hier gern zusammen. „Wenn das wegfällt, wären viele traurig“, sagt die zertifizierte Fachfrau für Seniorentanz und -gymnastik.
Räume, Struktur und etwas Geld in der Kasse hat der traditionsreiche DRK-Ortsverein noch. „Und praktisch freie Hand“, sagt Gerhard Fenske augenzwinkernd. In den nächsten Wochen besteht die Möglichkeit, die Arbeit mit neuen Gesichtern fortzuführen. „Da helfen wir gern, dann soll aber Schluss sein.“
Wer mitmachen und Verantwortung übernehmen möchte, kann sich bei Gerhard Fenske unter Tel. 04833 424035 melden oder beim DRK-Kreisverband in Heide (Tel. 0481 9020) an Andrea Heinrich wenden, die als Ehrenamtskoordinatorin Ortsvereine begleitet.
Text: Kai Tange